Neues von der Khersones

Crew der Khersones segelt vorübergehend auf der russischen Kruzenshtern

Inmaris Perstroika Sailing hat seine guten Kontakte zum Kapitän der russischen Viermastbark Kruzenshtern eingesetzt und vereinbart, dass die Bootsleute und Matrosen der Khersones, die durch das Auslaufverbot des Schulschiffes in besonderer Weise betroffen sind, vorübergehend auf dem russischen Schulschiff Kruzenshtern aus Kalliningrad ihrem Rang entsprechende Beschäftigung finden können.
Kapitän Mikhail Novikov (
Kruzenshtern), Kapitän Mikhail Sukhina (Khersones), sowie die Geschäftsführung von Inmaris haben sich insoweit verständigt, dass diese Besatzungsmitglieder wieder auf die Khersones zurückkehren, wenn das Auslaufverbot aufgehoben wird.
Durch diese Vereinbarung soll sichergestellt werden, dass das Fachpersonal der Khersones wieder finanziell abgesichert ist, ihr Handwerk zwischenzeitlich nicht verlernen und später wieder auf der KHERSONES eingesetzt werden können.

Copyright © Pressestelle der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft (Kiel, den 01.05.2008)

KHERSONES geht im April 2008 in eine Werft nach Sevastopol

Wie uns aus unterrichteten Quellen mitgeteilt wurde, hat die Universitätsleitung des KSMTU (Kerch State Maritime Technological University) in Kerch mitgeteilt, dass die KHERSONES im April 2008 in eine Werft nach Sevastopol gehen soll, wo Klassifikationsarbeiten für die Erneuerung der Klasse (Schiffs-TÜV) durchgeführt werden sollen. Anscheinend stehen finanzielle Mittel in entsprechender Größenordnung aus dem Staatshaushalt der Ukraine zur Verfügung.

Die Ukraine wird kaum in ein Schiff investieren, wenn dieses kurz- oder mittelfristig nicht weiter genutzt werden soll. Uns gibt das Anlass zur Annahme, dass im Bemühen um den traditionellen Großsegler Bewegung kommt. In Hinblick auf das positive Image, welches die Khersones über mehr als 15 Jahre vermittelte, wäre eine Wiederinfahrtsetzung für die Ukraine ein erheblicher Gewinn. Bleibt zu wünschen, dass die verantwortlichen Stellen in der Ukraine dieses schöne Schiff wieder für die Ausbildung junger Seeoffiziere nutzen und damit einer ganzen Generation die einmalige Chance bieten, auf einem echten Windjammer zu lernen.
Copyright © Pressestelle der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft (Kiel, den 27.03.2008)


Aktueller Bericht aus Kerch (23/03/08)


Der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft, Herr Jens-Uwe Schoel, übermittelte der Pressestelle am Sonntag einen Bericht von einem Treffen mit Crew-Mitgliedern.
An Bord der Khersones befinden sich derzeit einige wenige Mitglieder der ehemaligen Crew, die das Schiff bewachen. Unter anderem auch der ehemalige Training-Officer Andre Chekan, der zur Zeit als Ingeneur auf dem Schiff eingesetzt ist. In den Gesprächen wurde berichtet, dass viele Mitglieder der Crew auf anderen Schiffen untergebracht sind, unter anderem auch bei einer großen deutschen Reederei. Ein Crew-Mitglied arbeitet derzeit in Brasilien bei einer Öl-Company, andere sind auf Schiffen in Amerika unterwegs. Der ehemalige Radio-Offizier, Sergey Luchko hat zwischenzeitlich sein Studium beendet und ist bereits als 2. Offizier auf einem Schiff gefahren. Kapitän Mikhail Sukhina unterrichtet im Moment als Dozent an einer Marine Akademie in seiner Heimatstadt Sevastopol.

Die Studenten der Universität in Kerch absolvieren Ihre Praktika auf anderen ukrainischen Schiffen.
Aus den Gesprächen wurde eines ganz deutlich, viele der ehemaligen Crew-Mitglieder würden gerne wieder auf der Khersones fahren. Der Vorstandsvorsitzende versicherte, dass die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft weiter dafür eintreten werde, dass die Khersones ihren Ausbildungsauftrag wieder aufnehmen kann. Dabei wurden die Veröffentlichungen der Gesellschaft in Kerch und Simferopol positiv bewertet. Aufgrund der Tatsache, dass Praktikas auch auf anderen Schiffen durchgeführt werden können, bleibt abzuwarten, inwieweit hier eine positive Entscheidung für die Khersones erfolgen wird.
Copyright © Pressestelle der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft (Kiel, den 23.03.2008)