Capstan Shanties

(Ankerwinden Shanties)

 

Den Anker eines Schiffes zu heben, war wohl die schwerste Arbeit an Bord. Die Ankerkette musste siebenmal so lang sein wie die vorherrschende Wassertiefe. Das bedeutete, dass das Schiff zuerst über den Anker gezogen werden musste, bevor dieser gehoben werden  konnte.

 

Die Ankerwinde ist ein pilzförmiger Gegenstand, der am oberen Ende eine Reihe von Löchern hat, in denen man Holzstangen (Bars) platzieren kann. Von oben betrachtet sieht die Ankerwinde dann wie ein Wagenrad ohne Lauffläche aus. Das Tau oder die Kette wird normalerweise 3mal um den Windenkopf gelegt. Dann marschieren die Seeleute, die Bars drückend, um die Winde.

 

 

 

Weil die Arbeit an der Ankerwinde einen gleichmäßigen Druck erfordert, hat auch der Capstan Shanty einen durchgehenden Rhythmus. Die Lieder haben Strophen und Refrains und haben die Aufgabe, die Seeleute gleichmäßig um die Winde laufen zu lassen. Wie bereits gesagt, konnte die Arbeit länger dauern als das Lied. Jetzt war es die Aufgabe vom Shantyman, zu improvisieren und neue Strophen zu erfinden, damit die Arbeit erledigt werden konnte.