Handy mit GPS Navigation
Das Handy – mehr als nur ein Telefon
Während der letzten zwei Jahrzehnte entwickelte sich das Mobiltelefon zum ständigen Begleiter der Menschen unserer technisierten Gesellschaft. Zum eigentlichen Zweck des Handys, dem Telefonieren, sind im Laufe der Zeit viele neue Funktionen hinzugekommen. Die Entwicklung fing mit der einfachen Adressverwaltung an und führte zum modernen Smartphone, mit dem das mobile Surfen im Internet von fast jedem Ort der Welt aus möglich geworden ist. Längst sind auch integrierte, hochauflösende Kameras zum Standard geworden. Anfängliche Skepsis über die Notwendigkeit solcher Geräte ist längst der Realität gewichen. Denn der Vorteil liegt auf der Hand. Wer ein Handy besitzt, das gestochen scharfe Fotos macht, der spart sich einen zusätzlichen Fotoapparat. So erklärt sich auch der neue Trend bei den Herstellern, Handys mit GPS-Navigation auf den Markt zu bringen.
Das Navigationshandy
Was als Spielerei begann, ist mittlerweile eine ernsthafte Konkurrenz zu herkömmlichen Navigationsgeräten geworden. Erste GPS-Empfänger gab es für das Outdoorhandy. Hochauflösende und große Displays ermöglichen inzwischen eine optimale Darstellung der Kartennavigation. Immer größere Gerätespeicher und Speicherkartenerweiterungen haben dazu beigetragen, dass heutzutage komplette Softwarepakete direkt auf dem Handy (Onboard) installiert werden können.
Funktionsweise
Man unterscheidet verschiedene technische Varianten der Handy-Navigation. Neben der bereits erwähnten Onboard-Lösung gibt es auch Systeme, die online funktionieren. Diese nutzen eine GPRS- oder UMTS-Verbindung, über die sämtliche Karten und Informationen heruntergeladen werden. Im Gegensatz dazu sind bei der Onboard-Variante alle Daten auf dem Gerät gespeichert. Beides hat Vor- und Nachteile. Bei der Online-Navigation sind kaum Updates erforderlich. Die abgerufenen Karten sind stets aktuell. Außerdem wird der Speicherplatz des Handys nicht unnötig belastet. Die Nachteile dieser Navigation werden sehr schnell deutlich, wenn man sich in Gebieten mit schwacher Netzabdeckung aufhält. Denn bricht die Internetverbindung ab, ist auch die Navigationsfunktion am Ende. Und hier liegt bereits der Vorteil der Onboard-Navigation. Selbst in abgelegenen Regionen ohne Mobilfunkverbindung können solche Handys problemlos weiter navigieren. Eine technisch sehr elegante Variante stellt die Kombination beider Systeme dar. Hier befinden sich sowohl Karten als auch Grunddaten im Gerätespeicher. Zusätzlich werden über das Internet Software-Aktualisierungen und ergänzende Informationen zur aktuellen Navigation heruntergeladen.
Einsatzmöglichkeiten
Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. Die meisten Nutzer werden sich für die gewöhnliche Fahrnavigation interessieren. Für diesen Zweck werden als Zubehör Handyhalterungen für die Windschutzscheibe angeboten. Das Mobiltelefon eignet sich aber auch hervorragend für die Navigation zu Fuß. Insbesondere das Outdoorhandy ist für diesen Bereich konzipiert. Sei es im Urlaub, um von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu finden oder beim Geocaching, wenn es darum geht, die genaue Position im Gelände festzustellen. Auch zahlreiche Apps nutzen den integrierten GPS-Empfänger. Spontan den nächsten Imbiss finden oder sich in ein Kino leiten lassen, in dem noch freie Plätze vorhanden sind? Kein Problem für die praktischen Mini-Programme. Und wer möchte, kann seine eigene Position für die Freunde im Internet veröffentlichen. Die Entwicklung geht rasend schnell und ist noch lange nicht abgeschlossen. Es bleibt weiterhin spannend, welche Neuerungen die nächste Handygeneration mit sich bringt.