Im Jahr 1936 gründeten französische Kapitäne von Frachtseglern in der Stadt St. Malo die

"Association Amicale des Capitaines au Long Cours - Cap Horniers"

Wir wollen unerschütterlich in unserer Kameradschaft zusammen stehen, heißt es in ihrer Satzung und keine politischen Grenzen im Verhältnis Mensch zu Mensch kennen. Wir wollen die Leistung unserer Alten achten durch bleibende Aufrechterhaltung der Verbindung mit ihrem einstigen beruflichen Lebenskreis ehren.

Alle Mitglieder der Amicale blicken zurück auf die Zeit der stolzen Tiefwassersegler, deren Epoche sie noch aktiv miterlebt haben.

Sie bekennen sich zu den Werten seemännischen Charakters und Geistes, wie sie auf Segelschiffen entstanden sind.

Ab 1952 kamen auch andere Nationen in die Amicale, ab der Zeit nannten sich die Gemeinschaft:

"Association Internationale Amicale des Capitaines au Long Cours - Cap Horniers"

Der Geist von St. Malo ging  über die Grenzen Frankreichs hinaus und so gründete sich 1955 die deutsche Sektion mit den Bezirken Elbe und Weser. Mitglied werden konnte nur, wer Kap Horn auf einem Fracht tragenden Segelschiff umrundet hatte. Sechs Mitglieder waren der Anfang und nur ein Jahr später waren es schon 106. Insgesamt gab es 627 deutsche Cap Horniers und in 2001 waren es altersbedingt nur noch 150. Die Länder die in der Amicale verteten sind neben Frankreich, Australien, Großbritannien, Belgien, die Niederlande, Finnland, Norwegen, Neuseeland, die Aland Inseln und Chile.

Das Wappen der Amicale ist der Albatros, der große Seevogel, der alle Schiffe auf der südlichen Halbkugel ind den Breiten um Kap Horn ständiger Begleiter ist. In ihm leben die Seelen der toten Seeleute weiter. In einem Gedicht von Sara Vial heißt es :

"Ich bin der Albatros, der am Ende der Welt auf dich wartet.

Ich bin die vergessene Seele der toten Seeleute,

die Kap Horn ansteuerten von allen Meeren der Erde.

Aber sie sind nicht gestorben im Toben der Wellen.

Denn heute fliegen sie auf meinen Flügeln in die Ewigkeit."