10.04.2008 Die Sedov ist in Lissabon eingetroffen
08.04.2008 Clipper „Stad Amsterdam“ kommt zur 18. Hanse Sail
Viel Schweiß und Handarbeit sind nötig, um die "Greif" wieder aufzuriggen. Doch ein Verein aus Greifswald hat es geschafft
Kahl und nackt recken sich ihre zwei Masten in den grauen Himmel Vorpommerns. Die stolze "Greif" ist ein gerupftes Huhn - allerdings nicht mehr für lange: Die Schonerbrigg liegt in Greifswald am Kai, um ihr Gefieder zurückzuerhalten, das während der Wintermonate warm und trocken eingelagert war. Weniger poetisch ausgedrückt: Das 41 Meter lange Segelschiff wird aufgeriggt, und das ist ein Fest für die über hundert Helfer, die jetzt aus ganz Deutschland in den Greifswalder Hafen gekommen sind.
Auf und neben dem stolzen Schiff laufen die vielen Menschen geschäftig hin und her, das Gewimmel wirkt wie auf großer Kinoleinwand. Wie eine Hundertschaft in dringender Mission entsandter Ameisen fallen sie über den stählernen Zweimaster her, geschäftig zwischen Klüverbaum und Heck, Reling und Mastspitze kletternd. Sie kommunizieren in einer seltsamen Sprache, die aus nächster Nähe an das Sprachengewirr nach dem missglückten Turmbau zu Babel erinnert: "Fier Abziehjolle", "Fest Abziehjolle", "Wahrschau!".
Bliebe man tatsächlich auf der Brücke und schaute, so hätte man sich auf einen Film mit Überlänge einzustellen. In norddeutscher Gelassenheit würde er erst nach Stunden offenbaren, welchen höheren Sinn das allgemeine Gewusel verfolgt. Aus dem "gerupften Huhn" wie Marlies Kummer vom See- und Tauchsportzentrum Greifswald es nennt, würde sich der stolze Vogel Greif zu erkennen geben, der sein Gefieder mit fünf Rah- und zehn Schratsegeln zu einer vollen Segelfläche von 570 Quadratmeter entfalten kann.
Tritt man aber näher an die Szene heran, wird schnell klar, dass das Gewimmel einer klaren Ordnung unterliegt, dass jedes Kommando sitzt und punktgenau ausgeführt wird. Und dass so die Sprache der ganz großen Segelschiffe klingt. Aus allen Dialekten Deutschlands ist sie gemischt, gespickt mit nautischen Begriffen aus tausend Jahren Seefahrt. Anders vielleicht, als man es so hoch im Norden erwartet. Karges Platt reden die Fischer ein Stück weiter vorn an der Pier. Und das auch nur, wenn sie müssen. Hier klingt es nach großer, weiter Welt.
Nach Neugier und Vorfreude auf die Weite, wenn die "Greif" endlich wieder die Schwingen ausbreiten darf und fremde Länder ansteuern wird. 130 Männer und Frauen, bunt gemischt durch alle Altersstufen, sind angereist aus allen Ecken Deutschlands. Sie alle sind Mitglieder im Förderverein Rahsegler Greif e. V., fahren "Hand für Koje", wenn es wieder losgeht. Nach Kopenhagen geht der erste Törn für zahlende Aktivurlauber, Start: 16. April. Danzig, Karlskrona, Skagen oder Bornholm stehen auf dem "Versegelungsplan". Kieler Woche und Hanse Sail in Rostock sowieso.
Vorerst aber müssen alle Rettungswesten und -flöße an Bord. Sämtliche Segel müssen angeschlagen, Takelage befestigt, laufendes Gut (bewegliches Tauwerk) an seine Position gebracht werden. "Und alles noch mit Hand und Ruck", wie der Segler Andreas Pötzsch aus Dresden begeistert beschwört. Unvorstellbar ist es in der Tat, wie die baumdicken, fast 13 Meter langen Stahlrahen, die die Männer auf Rollenwagen an das Schiff heranschieben, nur mit Seilen, Kraft und Flaschenzügen den 27 Meter hohen Großmast hinaufsollen. "Das hat man früher schon mit der Ankerspill gemacht", erklärt Steuermann Alois Langforth und treibt seine elfköpfige Meute wie Esel um das Rondell: "Nicht schlafen da auf Steuerbord!" poltert er.
Kapitän Wolfgang Fusch dagegen motiviert mit Gummibärchen - die "Fütterung der Raubtiere" gehört zum Ritual und macht gute Laune. "Behält man als Seemann nicht den Humor, ihm käm' die See versalzen vor!", ist das Motto hier an Bord. Dann klappt auch die Arbeit. "Fier Abziehjolle" - und eine Reihe von fünfzehn Helfern bewegt geduldig das ellenlang über einen Flaschenzug umgelenkte Seil. Und tatsächlich schwebt das gewaltige Stahlrohr Zentimeter für Zentimeter den Mast empor, bis es in luftiger Höhe an exakter Position fixiert wird.
Wie in jedem Frühjahr, so wird auch dieser Film enden, wenn die "Greif" klar zum Auslaufen ist. Und zwar beim Takelschmaus bei Jochens. Sie haben es sich verdient.
Flensburg, 04.04.2008 -
Lauschige Buchten, gemütliche Häfen, dazu das Flair der "Dänischen Südsee" - im
herrlichen Segelrevier rund um den Flensburg Fjord kann man nicht nur prima mit
dem eigenen Boot schippern. Es gibt auch viele maritime Events und sogar
Mitsegelmöglichkeiten, die garantiert gegen Fernweh helfen und die Lust machen
auf den hohen Norden!
Die "Flensburger Rum Regatta", vom 2. bis 4. Mai 2008 am Wochenende nach
Himmelfahrt, startet auch in diesem Jahr mit der "Flensburg Fjord Regatta", bei
der Gäste auf altehrwürdigen Traditionsschiffen von Sønderborg/Dänemark nach
Flensburg reisen und mit flatternden Segeln im Wind einen wunderschönen Tag auf
der Ostsee genießen können. Wer das ganze Feld der 100 Gaffelsegler abfahren und
fotografieren will, sollte in Langballigau auf der MS Feodora einchecken, die
die Regatta begleitet. Abends werden alle Akteure im Schifffahrtsmuseum
Flensburg zur feierlichen Preisverleihung begrüßt und wer am Tag drauf (noch
einmal) den Wind um die Nase spüren möchte, kann dann von Flensburg aus unter
gehissten Segeln in See stechen. Begleitet wird das Wochenend-Spektakel mit
einem bunten Rahmenprogramm um den Flensburger Museumshafen, wo über hundert
Oldtimer-Schiffe liegen werden. Das Rahmenprogramm umfasst traditionell
maritimen Dreikampf "Rudern, Segeln, Fischen", viel Live-Musik und typisch
norddeutsche Spezialitäten.
Wer das Wochenende schon anderweitig verplant hat, aber Sehnsucht nach Meer und
schönen Schiffen hat, sollte sich das Yachten- und Windjammer-Treffen "Flensburg
Nautics" vom 15. bis 17. August vormerken. Bei einem bunten Landprogramm, zu dem
400.000 Besucher erwartet werden, kann man die berühmten Segelschulschiffe Gorch
Fock, Kruzenshtern und die Capitan Miranda sowie viele dutzend weitere Segler in
Flensburgs historischem Hafen bestaunen. Sogar Mitsegeln kann man an Bord vieler
der imposanten, maritimen Schönheiten.
"Sommergästesegeln" - DIE Touristenattraktion am Flensburg Fjord
Auch an Bord eines Haikutters oder alter Fischer- und Postschiffe können
Urlauber unvergessliche Momente erleben. Beim "Sommergästesegeln" erleben sie
das Leben an Bord und die traditionelle Seefahrt - hautnah, echt und
unverfälscht, auf bis zu über hundert Jahre alten Traditionsschiffen. Fans
historischer Segelschiffe werden bei einem Törn vom Flensburger Hafen zu den
Ochseninseln ins Schwärmen geraten, wenn sie selbst mit anpacken und die Segel
setzen können. Wie bei der sehr erfolgreichen Premiere des "Sommergästesegelns"
im letzten Jahr wird auch von Juni bei August 2008 immer sonntags jeweils zwei
Mal abgelegt. In diesem Jahr ist im "Eintrittspreis" zu diesem Segelerlebnis
auch der Besuch des Flensburger Schiffahrtsmusem am Fahrtag enthalten: Rundum
ein historisch maritimes Highlight!
Mehr Infos zum Urlaub in der deutsch-dänischen Grenzregion und Anmeldung zum
Mitsegeln im Sommer 2008: Flensburg Fjord Tourismus GmbH,
www.flensburg-tourismus.de
Hamburger Hafengeburtstag Mai 2008
Durch Stornierung eines Kunden sind jetzt wieder Plätze auf der SEDOV zur Einlaufparade zum Hamburger Hafengeburtstag frei geworden.
Die Fahrt startet um 08.00 Uhr in Brunsbüttel (Zugverbindung von Hamburg-Altona möglich um 06.33 Uhr). An Bord gibt es einen Begrüßungsdrink sowie einen Eintopf mittags und Kuchen am Nachmittag. Einlaufen in Hamburg ist mit der Einlaufparade um ca. 17.00 Uhr.
Der Preis beträgt EUR 90,00 pro Person.

Der Dritte Anlauf war wohl erfolgreich, die Sedov ist auf dem Weg nach Lisabon. Von den 13 Trainees sind noch 4 übrig geblieben, die anderen haben es vorgezogen von der Reise Abstand zu nehmen.
Gestern fand der zweite Abschied von Emden statt, aber kurz nach dem die Sedov das Fahrwasser erreichte war die Reise wieder zu Ende. Die Freunde der Sedov in Emden standen ratlos am Außenhafen und konnten sich keinen Reim auf die Aktion machen. Es wurde berichtet, dass das Schiff starke Schlagseite hatte (falsch getrimmt?) und vielleicht deshalb wieder anlegen musste.
Erst heute morgen gegen 7:00 Uhr war es dann soweit, die Sedov fuhr mit eingeschaltetem AIS bis kurz hinter Borkum, dort wurde der Sender wieder ausgeschaltet, warum weiß auch Niemand.
Ein guter Kapitän ist auch ein vorsichtiger Kapitän, aber zu vorsichtig kann leicht als unfähig ausgelegt werden.
Flensburg (dpa/lno) - Die Segelschulschiffe «Gorch Fock» und «Krusenstern» sind die Attraktionen des diesjährigen Yachten- und Windjammer-Treffens Flensburg Nautics 2008. Außer der «Gorch Fock» und der russischen «Krusenstern» hätten sich bislang 35 weitere Schiffe angemeldet, sagte Veranstalter Michael Reinhardt am Montag in Flensburg. Er gehe davon aus, dass sich die Zahl der Schiffe noch verdoppelt. Zudem sei ein großes Rahmenprogramm geplant. Zu den 3. Flensburg Nautics vom 15. bis 17. August erwarten die Veranstalter bis zu 400 000 Besucher. «Es hat kleine Kieler-Woche-Dimensionen angenommen», betonte Reinhardt.
Die Kinos klagen über Zuschauerschwund. Das lässt viele Lichtspielhäuser erfinderisch werden, und sie versuchen, ihr Publikum mit besonderen Angeboten zu locken. Auf Seefahrerromantik setzt in den kommenden Wochen beispielsweise das Abaton. Dort startet die Filmreihe "Seefahrt tut Not". Bis zum Juni laufen dort acht Filme bzw. Programme, in denen es um Stürme, Cap-Horn-Umsegelungen, Untergänge, schöne Frauen und verrückte Kapitäne geht.
Die Idee dazu hatte jemand, dem maritime Themen mindestens so am Herzen liegen wie das Kino. Abaton-Gründer Werner Grassmann ist früher selbst zur See gefahren. Als Kadett fuhr er auf dem damaligen Segelschulschiff "Horst Wessel", das heute als "U.S. Eagle" unter amerikanischer Flagge fährt. "Ich war damals 15 Jahre alt", erinnert er sich. Natürlich mussten die Kadetten in die Takelage "Weil ich aber noch so klein war, durfte ich nur bis zur Obermarsrah klettern." Die ist etwa in der Mitte des gut 45 Meter hohen Großmasts.
Grassmann, der später als Regisseur und Produzent arbeitete, will die Reihe am kommenden Sonntag im Rahmen einer Matinee eröffnen. Der 81-Jährige will dabei aber nicht nur romantische Klischees beschwören, denn er hat auch noch ganz andere Erinnerungen. "Großsegler zu fahren hat auch viel mit Angst zu tun", weiß er. Die alte Seglerweisheit "eine Hand für sich, eine fürs Schiff" sei manchmal auch nur Theorie. Grassmann hat auch nach seiner Kadettenzeit immer wieder mit Wind und Wellen zu tun gehabt, kann deshalb viele Geschichten erzählen. Jedes Programm aus der Seefahrt-Reihe wird dreimal im Kino gezeigt. Grassmann glaubt an den Erfolg. "Wenn ein riesiger Dampfer untergeht, das zieht. Das hat schon die 'Titanic' gezeigt." Der Vorverkauf hat begonnen.
Seefahrt tut Not: Bitte folgen/Segelschulschiff Eagle/SOS Constellation So 6.4., 11.00; Mi 9.4. 17.00, So 13.4., 11.00, Abaton (MetroBus 4 + 5), Allende-Platz 3, Karten unter T. 41 32 03 20; alle Programme unter www.abaton.de
29.03.2008 Schonerbrigg «Greif» flott für Saison 2008
Im See- und Tauchsportzentrum Greifswald ist am Samstag die Schonerbrigg «Greif» für die 58. Segelsaison aufgetakelt worden.
Nach fünf Monaten Winterpause hievten die Stammbesatzung und Mitglieder des Fördervereins des 41 Meter langen Rahseglers wieder die Großsegel in die Masten, wie Betriebsleiter Klaus Schult mitteilte.
Zum ersten Törn wird das Flaggschiff der Hansestadt am 23. April die Segel setzen und zur Schiffstaufe des neuen Kreuzfahrtschiffs «Aidabella» nach Warnemünde fahren. Das Segelschulschiff soll den neuen Luxusliner beim Auslaufen zu seiner Jungfernfahrt begleiten.
Zum Segelplan 2008 gehören Teilnahmen an der Rostocker Hanse Sail und der Kieler Woche sowie Reisen nach Kopenhagen, Bornholm, Karlskrona, Visby und Polen. Der längste Törn führe die Segler nach Skagen an der nördlichsten Spitze Dänemarks. Für mehrere Reisen sind derzeit noch Plätze zum Mitsegeln frei. Im vergangenen Jahr hatten etwa 2200 Touristen ihren Urlaub an Bord des 1950 in Dienst gestellten Zweimasters verbracht.
Mit dem ersten Hochwasser wird die Sedov auf die Reise gehen. Die Reise geht nicht nach Teneriffa, sondern nur bis Lissabon.
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Aus der Ostfriesenzeitung vom 27.03.2008
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Die Sedov ist wegen einer angeblichen Sturmwarnung zurück nach Emden gefahren und soll dort bis zum Freitag bleiben. Nähere Angaben folgen morgen
Touristeninformationen über Brest: www.brest-metropole-tourisme.fr
Saisonstart im Küstenschifffahrts-Museum
St. Petersburg und London, Hamburg, Kiel, Lübeck und
Rostock: Normalerweise hängen die Bilder von Andrej Tron in den Metropolen –
jetzt können auch die Besucher des Kehdinger Küstenschifffahrts-Museums in
Wischhafen die Werke des renommierten russischen Marinemalers bewundern. Die
Ausstellung „Das Schiff. Vier Jahreszeiten“ wurde am Ostersonntag in Anwesenheit
des Künstlers eröffnet.
Das
Museumsteam war während der Hamburger Bootsausstellung „Hanseboot“ auf Tron
aufmerksam geworden und hatte seitdem nicht lockergelassen, wie Museumsleiter
Volker von Bargen berichtete. „Klein und sehr gemütlich“ sei der
Ausstellungsraum, freute sich der St. Petersburger Künstler, dem der russische
Präsident Wladimir Putin 2005 den Ehrentitel „Verdienter Maler Russlands“
verliehen hatte. Auch in Putins Residenz bei St. Petersburg hängen Arbeiten von
Andrej Tron.
Bevorzugt in Aquarelltechnik malt der russische Künstler seine Bilder, die sich
durch exakte Kenntnisse der einzelnen Schiffstypen, hohe Genauigkeit und die den
Jahreszeiten entsprechende Stimmung auszeichnen. Die Ausstellung „Das Schiff.
Vier Jahreszeiten“ ist noch bis Ende Juli in Wischhafen zu sehen. Die Bilder
gibt es als Postkarten und Drucke zu kaufen. Dazu passend gab es zum
Ausstellungsstart Spezialitäten der russischen Küche wie Soljanka oder Blinis.
Ebenfalls im Küstenschifffahrts-Museum sind seit Ostersonntag Aufnahmen von Uwe
Schaffrath zu sehen. Der heute in Hamelwörden lebende Fotoreporter, der sich mit
Hamburg-Fotos und Portraits von Uwe Seeler bis Udo Lindenberg einen Namen
machte, dokumentierte 1973 mit eindrucksvollen Schwarzweißfotos den Bau der
Hamburger Köhlbrandbrücke. Die Ausstellung „Die letzte Lücke in der Brücke“ wird
ebenfalls bis zum Sommer gezeigt.
In einer dritten neuen Ausstellung geht es um „Die Zukunft der Seefahrt“. Hier
wird ein neuer Schiffstyp, der „Futura Carrier“, vorgestellt. Dieses
Rhein-Seeschiff soll die Schadstoffbelastung der Umwelt erheblich vermindern.
Neben einigen historischen Segelschiffen war zur Saisoneröffnung des
Küstenschifffahrts-Museums auch der NDR zu Gast in Wischhafen. Das Hörfunkteam
des „Hamburger Hafenkonzerts“ fing O-Töne ein und interviewte Museumsmitarbeiter
und Besucher. Die Sendung wurde am Ostermontag ausgestrahlt.
Das Kehdinger Küstenschifffahrts-Museum ist bis zum 1. Juli jeweils sonnabends,
sonn- und feiertags von 10 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr geöffnet und von Juli
bis September täglich außer montags zu den gleichen Uhrzeiten.
24.03.2008 Bilder und Berichte von Freunden der Sedov
Neue Segel anschlagen für den Törn nach Teneriffa
(Photos von Meinhard Siemens aus Leer)

Zwei alte Freunde - Meinhard Siemens aus Leer und Altmatrose Alexander Konstantinowich Michailow


Ein großzügiges Geschenk vom Freundeskreis Sedov an das Schiff, Tische und Stühle für den Kinosaal

Übergabe der Bestuhlung

Der Zustand des Schiffes nach dem Werftaufenthalt wird als gut beschrieben, neue Nagelbänke, renovierte Kabinen der Stammbesatzung, fast ein wenig zu großzügig, nachdem unsere Freunde das beengte über Jahre kannten. Die Holzumrandung der Brücke wird während der Fahrt nach Teneriffa fertig gestellt.
Konstantinowich ist wieder gut auf den Beinen, seine 67 Jahre sind ihm aber langsam anzusehen. Der neue Kapitän hat noch mit Sprachschwierigkeiten zu kämpfen, auch sind ihm die Gebräuche in Emden nicht so geläufig.
Da das Wetter in Emden so schlecht war, konnte Ille, Jens und Willem Onken ihren Getränkestand nicht an Deck aufbauen, sondern mussten in das Offizierskasino ausweichen. Dort verbot der Kapitän aber den Zugang für die Tagesbesucher des Schiffes, weil er die Emder Freunde unter sich sein lassen wollte, ein Missverständnis. Erst nach einigen Schwierigkeiten konnte auch da Abhilfe geschaffen werden. Einen "Victor" zu ersetzen wird wohl jedem Nachfolger unmöglich sein.
Auf der Fahrt nach Teneriffa wird einer der sieben Trainees die Versorgung mit Getränken im Leninraum und der Offiziersmesse übernehmen (auch ein Rudi ist eben nicht zu ersetzen).

Bilder von Klaus Witt

21.03.2008
Windjammer «Mir» sucht noch Mitsegler über Ostern
Der russische Windjammer «Mir» hat am späten Donnerstagabend für eine Stippvisite am Warnemünder Passagierkai festgemacht. Bis zum Montag lädt das Vollschiff zu täglichen Besichtigungen ein, wie ein Sprecher des Hanse Sail Büros sagte. Außerdem lege der Großsegler zu mehrstündigen Mini-Kreuzfahrten ab. Dafür würden noch Mitsegler gesucht. Der Törn kostet 69 Euro für Erwachsene und für Kinder ab sechs Jahre 49 Euro. Er kann über das Hanse Sail Büro (0381) 2085226 gebucht werden.
Warnemünde (ddp-nrd). Der russische Windjammer «Mir» hat am späten Donnerstagabend für eine Stippvisite am Warnemünder Passagierkai festgemacht. Bis zum Montag lädt das Vollschiff zu täglichen Besichtigungen ein, wie ein Sprecher des Hanse Sail Büros sagte.
Außerdem lege der Großsegler zu mehrstündigen Mini-Kreuzfahrten ab. Dafür würden noch Mitsegler gesucht. Der Törn kostet 69 Euro für Erwachsene und für Kinder ab sechs Jahre 49 Euro. Er kann über das Hanse Sail Büro (0381) 2085226 gebucht werden.
20.03.2008 Die Sedov ist in Emden

Ein kalter Empfang in der Patenstadt

19.03.2008 Die Sedov wird am 20.03. gegen 12:00 Uhr in Emden sein.
15.03.2008 Informationen zum Stand KHERSONES
von Inmarsi Perestrtoika Sailing
Bei dem Streitfall KHERSONES gibt es leider nichts Neues. Wir hoffen, dass die neue Regierung unter der Leitung der Ministerpräsidentin Julia Timoschenko nun bereit ist, die Angelegenheit KHERSONES zu klären.
Das Schiff liegt nach wie vor in seinem Heimathafen Kerch fest. Eine aus 5 Besatzungsmitgliedern bestehende Wachmannschaft an Bord ist für die Aufrechterhaltung des technischen Zustandes des Schiffes zuständig. Unser Kapitän Mikhail Sukhina unterrichtet als Dozent an einer Marine Akademie in seiner Heimatstadt Sevastopol in den Fächern Meteorologie und Nautik. Die nautischen und technischen Offiziere der KHERSONES verrichten ihren Dienst auf anderen Handelschiffen und haben uns erklärt, dass sie sofort auf die KHERSONES zurückkehren werden, wenn das Schiff wieder eingesetzt wird. Auch andere Mannschaftsgrade der KHERSONES wie Matrosen, Bootsleute und die Damen der Service-Crew haben uns über den Kapitän mitteilen lassen, dass sie alle wieder dabei sind, wenn es losgehen wird.
Wir sind sehr stolz auf soviel Loyalität seitens unserer Besatzung, die uns unterstützt, weiterhin für das Schiff zu kämpfen.
Die Universitätsleitung des KSMTU (Kerch State Maritime Technological University) hat uns mitgeteilt, dass die KHERSONES im April 2008 in eine Werft in Sevastopol gehen soll, wo Klassifikationsarbeiten für die Erneuerung der Klasse (Schiffs-TÜV) durchgeführt werden sollen. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel sind anscheinend aus dem Staatsbudget der Ukraine zur Verfügung gestellt worden.Bleibt abzuwarten, wie sich die Ukrainische Regierung weiterhin in Sachen KHERSONES verhält, damit das bestehende Problem gelöst werden kann.
Wir werden Sie hier weiterhin informieren, sobald es Neues zu berichten gibt.
15.03.2008 Sturm zerfetzte
der „Roald“ die Segel
Eckernförde – Da staunten selbst die wettererprobten Iren: Nach einem Sturm mit
Orkanböen lief die Eckernförder Brigg „Roald Amundsen“ vor wenigen Tagen in den
Hafen von Cobh ein. Mit völlig zerfetzten Segeln, ansonsten unversehrt.
Auf der Rückreise von seinem Winterrevier auf den Kanaren erwischte den
Traditionssegler sein bisher wohl schwerster Sturm. In der irischen See
peitschten Böen von teilweise zwölf Windstärken den Windjammer durch die Wellen.
Eine besondere Herausforderung in der ganzjährigen Sail-Training-Routine der
„Roald“, die Crew und Schiff unbeschadet überstanden haben.
„Gründlicher Garderobenschaden, sonst nichts. Der Rest Bagatellen“, lautete der
erste, lakonische Kommentar des Vorstandes vom Betreiberverein LLaS (LebenLernen
auf Segelschiffen). Gemeint waren die Segel – insgesamt 850 Quadratmeter Tuch –,
die die heftigen Winde völlig zerrissen hatten. Stürme sind Teil der Routine,
doch dieser hatte es in sich. Die Mitglieder an Land gratulierten denn auch der
Bord-Crew zu ihrer Leistung in anspruchsvoller Situation.
Mit provisorischen Ersatzsegeln kehrt die „Roald“ jetzt nach Eckernförde zurück,
wo sie am 10. April erwartet wird. Kleinere Reparaturen werden unterwegs
ausgeführt. Die zerfetzten Segel aber, die nicht mehr reparabel sind, werden ein
großes Loch in die Kasse des gemeinnützigen Betreibervereins reißen. Die
LLaS-Vorsitzende Birgit Lüße rechnet derzeit mit 40000 Euro. „Wir brauchen
definitiv den größten Teil der Rahsegel neu. Und wie alle Vereine sind wir
dankbar für jede Spende.“
Die „Roald Amundsen“ ist das Flaggschiff der Eckernförder
Traditionsseglerflotte. Die Brigg lief 1952 als Fischerei-Logger vom Stapel und
wurde 1992 als Rahsegler getakelt. Seitdem erfahren junge Menschen und
erwachsene Segelfans an Bord erlebnisreiche Einblicke in traditionelle
Seemannschaft.
10.03.2008 Die Sedov hat Kaliningrad verlassen und ist auf dem Weg nach Emden.
