Was ist ein Pedelec?
Elektrofahrräder unterscheiden sich in zwei verschiedene Ausführungen. Zum einen das E-Bike und zum anderen das Pedelec (Pedal Electric Cycle). So hat das Pedelec beispielsweise einen Elektro-Hilfsmotor, der erst aktiviert wird, wenn der Fahrer die Pedale betätigt. Mithilfe eines Gasgriffs kann er die Trethilfe beziehungsweise Leistung des Hilfsmotors variieren. So kann eine Berg-Anfahrt durch die Zuschaltung seiner Trethilfe für den Fahrer sehr erleichtert werden. Die Geschwindigkeit des Elektro-Hilfsmotors beläuft sich meistens auf sechs bis zehn Stundenkilometer.
Die Komponenten eines Pedelec bestehen aus: Elektro-Motor und Akkumulator sowie Kurbelbewegungs-Sensor und einer Steuerelektronik. Eine zusätzliche Batterieladeanzeige informiert den Fahrer über den Akku-Ladestand und über eine Motorkraft-Einstellung kann die Motorleistung justiert werden, entweder stufenlos oder in Unterstützungsstufen.
Der Akkumulator sowie der Elektro-Motor stellen die zentralen Komponenten des Pedelec dar, da die Akkus den Elektro-Motor mit der nötigen Energie versorgen. Eingesetzt werden überwiegend NiCD-, NiMH- oder Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Je nach Typ des Akkus bringt es eine Akku-Ladung auf maximal 18 Amperestunden in Verbindung mit 24 beziehungsweise 35 Volt. Ein NiCD-Akku bringt es auf maximal 1000 Aufladungen, während bei NiMH-Akkus maximal 800 Aufladungen möglich sind. Die meisten Hersteller setzen mittlerweile Lithium-Ionen-Akkus ein, die aber zeitnah durch zuverlässigere Lithium-Polymer-Akkus ersetzt werden.
Die Motorsteuerung schaltet den Elektro-Motor ein. Diese Aktivierung erfolgt entweder durch das Signal des Kraft-Sensors oder des Initiators. So erkennt der Initiator die Drehbewegung von der Kurbel und schaltet dementsprechend den E-Motor zu. Ein weiterer dritter Sensor gibt Auskunft über die aktuelle Geschwindigkeit des Pedelec. Die Sensordaten bilden die Grundlage, abhängig vom gewählten Unterstützungsgrad, für die Berechnung der Leistung. Die Unterstützungsgrade stellen die Einstellung dar, mit welcher Stärke der Pedelec-Fahrer in seiner Tretleistung unterstützt wird. Da ein Elektro-Motor sich während seines Betriebes stark erwärmt, wird meistens ein Temperatur-Sensor verbaut. Wird eine gewisse Temperaturgrenze erreicht, schaltet der Sensor den E-Motor automatisch ab und der Akku wird durch eine speziell installierte Elektronik geschützt, sodass er nicht vollends entladen wird.
Mit der Drehbewegungs-Erkennung kann der Pedelec-Fahrer, mithilfe eines Drehgriffs, die Leistung seines Elektro-Motors selbst und somit individuell steuern. Für die Drehbewegungs-Erkennung ist es unwichtig, wie hoch die Tretleistung des Pedelec-Fahrers ausfällt, jedoch je niedriger desto weniger Reichweite, auch bei eingeschaltetem Elektro-Motor.
Das Pedelec wird inzwischen in etlichen Designs angeboten. Vom Retro-Style bis zum kraftvollen Moutain-Bike sind die verschiedensten Modelle zu bekommen.